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Wahl des Bootes und der Paddel
1 - Lexikon des Kanus :



 

Lexikon des Kanus:


 

Fuß: Die Länge eines Kanus wird in Fuß angegeben :1 Fuss = 30,5 cm)

15‘ => 4,57 Meter, 16‘ => 4,88 Meter, 17‘=> 5,18 Meter, 18‘ => 5,48 Meter


 

- Primärstabilität: Das Boot istkippstabil im Stillstand bzw. flach (nicht oder nur leicht gekantet sprich um die Längsachse geneigt) gepaddelt


 

-Sekundärstabilität: Das Boot ist auch um die Längsachse geneigt kippstabil. Am kippstabilsten in Bewegung (Dies trifft auf Rundbodenboote zu), das Boot reagiert weniger sensibel auf Strömungseinflüsse und Querströmungen.


 

Ein Anfänger wird zunächst eher eine gute Anfangsstabilität Vorzügen, relativ schnell jedoch mit zunehmender Routine den Wunsch nach einem Boot mit eher rundem Boden haben: Kehrwässer und Fahren gegen die Strömung sind so leichter


 

Symmetrische Form: Ein symmetrisches Boot ist vorne und hinten gleich geformt, es kann daher also auch leicht rückwärts bewegt werden (um etwa in einer Stromschnelle zu manövrieren). Es hat eine bessere Anfangsstabilität,
vorhersehbares Fahrverhalten, kann solo oder als Tandem gepaddelt werden


 

Asymmetrische Form: Ein asymmetrisches Boot ist im Bug schmäler als im Heck, ist schneller bzw. besser zu beschleunigen, da es weniger durch die hinter dem Boot entstehenden Rückströmungen gebremst wird.


 



Kielsprung: vertikaler Abstand zwischen Bugspitze (bzw. Heckspitze) und dem Punkt, wo der Bootsboden den Boden berührt. Je weniger der Kielsprung ausgeprägt ist, desto besser lässt sich das Kanu auf Spur halten (z.Bsp. der Breeze), umgekehrt je ausgeprägter er ist, desto manövrierfähiger ist das Boot (z. Bsp. der Nitro)

- Schwacher Kielsprung ( 0 bis 4 cm), das Kanu hat die Tendenz, gut geradeaus zu fahren und hat eine angenehme Rumpfgeschwindigkeit

- Moderater Kielsprung (von 4 bis 7,5 cm) stellt einen Kompromiss aus Schnelligkeit und Manövrierfähigkeit dar, was interessant bei einem breiteren, gemischten Einsatz-Spektrum ist etwa See und Fluss.

- Starker Kielsprung (mehr als 7,5 cm) ist ideal auf engen Flüssen oder im Wildwasser


 

Querschnitt: Seitenquerschnitt des Rumpfes; wenn der Rumpf etwa eine Doppelkante hat, verläuft er auf mehreren aufeinanderfolgenden Ebenen vertikal nach oben was eine hervorragende Sekundärstabilität bietet



Süllrand: obere Einfassung/Rand des Kanus





 


2 - Wahl des Bootes und der Paddel


 

- Das ideale Kanu, genauso wie das ideale Auto, gibt es nicht. Den geringen Parkplatzanspruch eines Smart und die Ladekapazität eines Minivans, den Fahrkomfort einer Luxuslimousine und die Geländegängige fähigkeit eines Landrovers werden sich nie gleichzeitig in einem Auto finden. Das gleiche gilt für Boote. Legen Sie daher einen Haupt-Einsatzzweck fest, bevor Sie Ihre Wahl treffen.


-Ein Kanu, wenn es nicht unsachgemäß gebraucht wird, kann ohne Probleme 15 bis 20 Jahre halten (außer im extremen Wildwasser. Wenn Sie ein Boot von guter Qualität kaufen, werden Sie nicht enttäuscht sein und können es gegebenenfalls auch zu einem guten Preis wiederverkaufen (Man muss reich sein um billig zu kaufen)


- Wahl der Länge :


Bei gleicher Beladung und Breite taucht ein längeres Boot weniger tief ins Wasser ein; hat demgemäß weniger Widerstand im Wasser und hält seine Spur besser. (gut auf Seen, Teichen, große Flüsse) und gleitet besser über das Wasser. Ihr Paddelschlag wird eine größere Auswirkung haben; demgemäß sollte man z.B. für die Nutzung auf ruhigem Wasser und mit viel Zuladung eher einen Mistral 17,5' statt einen Mistral 16'.

- Wahl der Breite :

Bei gleicher Länge und Zuladung ist ein breitestes Boot kippstabiler, aber langsamer.


- Wahl des Paddels : Die Wahl des Paddels sollte berücksichtigen :


1 - Breite des Bootes und Größe des Paddels (Die Paddellänge ist proportionalzur Bootsbreite und zur Körpergröße des Paddlers)

2 - Größe der Paddelfläche (eine große Paddelfläche benötigt mehr Kraft als eine kleinere) Im Wildwasser sollte man immer ein leicht zugängliches Ersatzpaddel dabei haben, dies kann sich als sehr nützlich erweisen.


3 - Hinten kann es vorteilhaft sein, ein längeres Paddel zu benutzen als vorne, um besser steuern zu können; ein kürzeres Paddel vorne macht es einfacher, die Paddelseite zu wechseln um das Boot vorne zu manövrieren.


Im Allgemeinen empfiehlt man dass das Paddel eine Fausthöhe (etwa 10 cm) unter dem Kinn aufhören sollte.